Mickey Mouse

Angefangen hat die Geschichte mit Mickey Mouse mit einem Rechtsstreit, den Walt Disney verloren hatte. Aber damit nicht genug, denn wenn er nicht gerade zu dieser Zeit, mit seiner Frau im Zug unterwegs gewesen wäre, nicht gleichzeitig aus finanziellen Gründen sein Auto hätte verkaufen müssen, dann hätte es die Geburtsstunde dieser inzwischen weltbekannten Maus wohl kaum gegeben. Aber auch der unerschütterliche Glaube von Walt Disney, mit seinen Trickfilmen Visionen zu verwirklichen, trägt zur Erfolgsgeschichte entscheidend bei.

Mickey Mouse Weggefährte in der Kindheit.

Walter Elias Disney, wie er mit richtigen Namen hieß, wurde am 5 Dezember 1901 als Sohn eines Bauunternehmers in Chicago geboren. Aufgewachsen in bürgerlichen Verhältnissen, galt er schon als kleines Kind, als überaus lebhaft und fantasievoll. Bereits mit vierzehn Jahren, begann er äußerst talentiert zu malen. Im Mittelpunkt seiner Malereien standen aber schon damals fast ausschließlich Tiere. Nach seiner Militärzeit und dem anschließenden Studium lernte er 1919 den Künstler Ub Iwerks kennen, mit dem er seine ersten Zeichentrickfilm Versuche machte. Zunächst stellte sich aber leider nicht der gewünschte Erfolg ein. Erst als Disney erkannte, dass das Problem darin bestand, dass seine Tiere nicht menschlich genug dargestellt wurden und er für die Umsetzung seiner Ideen wagemutige Geldgeber fand, stellte sich der erste große Disney Erfolg mit der Produktion: „Oswald der lustige Hase“ ein.

Im Jahre 1926 gelang Disney gemeinsam mit Ub Iwerks und seiner gezeichneten Maus endlich der internationale Durchbruch. Namensgeber für Mickey Mouse war hin dessen die Ehefrau von Walt Disney, die der Figur den ursprünglichen Namen „Mortimer Mouse“ gegeben hatte. Erstmals zu sehen war Mortimer Mouse in dem Stummfilm „Plane Crazy“, aber der ganz große Durchbruch gelang erst mit dem Film: „Steamboat Willie“, der am 18 November 1928, im New Yorker Colony-Theatre, uraufgeführt wurde. Dieses Datum ist das offizielle Geburtsdatum von Mickey Mouse.

Mickeys lustige Familie:

Nach und nach kamen noch viele weitere seiner heute so bekannten Gefährten hinzu. Man nehme zum Beispiel den tollpatschig aber treuen Hund Pluto, den als gutherzig aber trotteligen Goofy und nicht zuletzt den größten Widersacher von Mickey Mouse in Form vom Bösewicht Kater Karlo. Lediglich Donald Duck der quasselige Enterich meist im Matrosenanzug, schaffte es die Popularität von Mickey Mouse zeitweise zu verdrängen.

In Deutschland begann die Erfolgsgeschichte von Mickey Mouse eher zufällig, indem 1951 ein Vertreter von Walt Disney nach Stuttgart kam und auf der Suche nach Mitarbeiter für ein deutsches Mickey Mouse Magazin war. Bei diesem Besuch lernte er Adolf Kabatak und Frau Dr. Erika Fuchs kennen. Kabatak wurde später der Verlagsleiter in Deutschland für Mickey Mouse. Frau Fuchs dagegen arbeitete schon jahrelang als Chefsekretärin und übernahm die Aufgabe die Kultcomics vom Amerikanischen ins Deutsche zu übersetzen. Von ihr stammen so bekannte Wortschöpfungen wie „grübel, grübel, kratz, kratz, kratz, …

Auch wenn es sich bei Mickey Mouse anfangs noch um einen sehr rüpelhaften Mäuserich handelte, entwickelte er sich doch sehr schnell zu einer knuffig-charmanten Trickfigur, die ganze Generationen begeistert hat und auch heute noch immer wieder begeistert.